Weltkrebstag: Heute überlebt jeder zweite Betroffene

31 Jan
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Am 4. Februar ist Weltkrebstag. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 500.000 Menschen an Krebs. Die gute Nachricht ist: Die Überlebenschancen von Krebspatienten haben sich in Deutschland deutlich verbessert. Noch vor 40 Jahren starben mehr als zwei Drittel aller Patienten an ihrer Krebserkrankung. Heute überlebt jeder zweite Betroffene den Krebs.

Dieses Jahr steht der Weltkrebstag unter dem Motto "Ich bin und ich werde". Koordiniert wird er in Deutschland unter anderem von der Deutschen Krebshilfe, der Deutschen Krebsgesellschaft sowie dem Deutschen Krebsforschungszentrum. Im Fokus sind die Krebsprävention und Krebsfrüherkennung.

Steigende Überlebenschancen

Die häufigsten Krebsarten bei Männern sind Prostata-, Darm- und Lungenkrebs. Frauen erkranken hingegen vor allem an Brustkrebs sowie ebenfalls an Darm- und Lungenkrebs (Quelle). Viele von ihnen können heutzutage geheilt werden. Die Erkenntnisse der Gesundheitsforschung haben zu enormen medizinischen Fortschritten bei der Krebsbehandlung geführt. Dazu gehören ein schnellerer Zugang zu innovativen Krebsarzneimitteln, Oncotype-Testung bei Brustkrebs und andere Genexpressionstests. Auch frühzeitige Diagnostik, personalisierte Therapien und neue Operations- und Bestrahlungstechniken erhöhen die Chancen, den Krebs zu überleben.

Die eine Lösung gegen Krebs wird es nicht geben. Denn Krebs ist nicht gleich Krebs, und während eine bestimmte Therapie bei einem Patienten zur Heilung führt, kann sie beim nächsten Patienten erfolglos sein. Umso wichtiger ist es, den Krebs frühzeitig zu erkennen und die geeigneten Behandlungsmöglichkeiten zu finden. Bei Brust- und Darmkrebs sind die Heilungschancen heute viel größer als früher. Ein Grund dafür dürften auch die verbesserten Früherkennungsmaßnahmen z. B. durch das allgemeine Mammographie-Screening oder die Rahmenvereinbarung des PKV-Verbandes zur besseren Früherkennung von Brustkrebs bei erblich vorbelasteten Menschen sein.

"Für austherapierte Patientinnen und Patienten kann der rasche Zugang zu einer vielversprechenden medizinischen Innovation über Leben oder Tod entscheiden. Aber ob eine neue Therapie im Versorgungsalltag effizient und sicher ist, zeigt sich erst nach der Zulassung während der eigentlichen Behandlung. Um valide Aussagen zum Patientennutzen und zur Sicherheit treffen zu können, benötigen wir dringend "Postzulassungs"-Forschung, die den Versorgungsalltag der Patientinnen und Patienten berücksichtigt.", fordert Dr. Johannes Bruns, Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft anlässlich des Weltkrebstages.

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