Traumberuf Pflege? Azubis berichten

16 Apr
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Wie sieht die Arbeit von jungen Auszubildenden in der Pflege aus? Natalie und Angelique erzählen von ihrem Alltag im Krankenhaus und den Herausforderungen ihres Berufs.

Natalie, 22 Jahre: Traumberuf Kinderkrankenpflegerin

"Ich wollte schon immer Krankenschwester werden. Meine Tante ist ebenfalls Krankenschwester gewesen und das hat mich schon als Kind total fasziniert. Das nun ausgerechnet die Kinderkrankenpflege genau das richtige für mich ist, habe ich gemerkt, als ich mein zweites Praktikum in der Pflege (auf der Kinderchirurgie) absolvierte. Es war für mich die perfekte Kombination aus der Arbeit mit Kindern, die ich schon immer mochte und dem Pflegerischen Teil, den ich lieben gelernt habe.

Es ist einfach unvorstellbar was die Pflegerinnen/Pfleger auf diesen Stationen leisten. Und genau das hat mich gereizt. Das Hand in Hand arbeiten in Notfallsituationen. Das immer auf alles vorbereitet sein. Genau das hat mich unglaublich fasziniert und ich freue mich auf meinen zweiten Einsatz auf der Intensivstation.

In der Kinderkrankenpflege ist die größte Herausforderung die Arbeit mit den Eltern und den kleinen Kindern. Für uns ist es der normale Alltag, für viele Eltern ist es ein Albtraum ihre Kinder so krank zu sehen. Wir müssen dauerhaft Empathie zeigen, Gesprächsbereitschaft signalisieren und natürlich Verständnis für ihr Verhalten zeigen und genau das bringt einen manchmal an seine Grenzen. Außerdem ist es nicht immer einfach das Erlebte auf Arbeit zu lassen. Gerade wenn es um schwere Schicksalsschläge solch kleiner Menschen geht, neigt man dazu es mit nach Hause zu nehmen. Man muss lernen einen klaren Strich zwischen Arbeit und Freizeit zu ziehen."


Angelique, 17 Jahre: Pflege-Beruf passt zu mir

"Ich wohne in Berlin. Nach meinem ersten Praktikum im Krankenhaus wusste ich, dass dieser Beruf zu mir passt. So viele verschiedene Aufgaben, Herausforderungen und das Gefühl mit nach Hause zu nehmen, etwas Gutes getan zu haben.

Ich würde jedem Auszubildenden empfehlen, nicht gleich den Kopf hängen zu lassen. Dieser Beruf ist auf gar keinen Fall einfach, aber man lernt fürs Leben. Es gibt viele verschiedene Herausforderung im Berufsalltag, jedoch ist die schwerste, alle Patienten glücklich zu machen. Ich durfte schon einige Stationen kennenlernen und dort natürlich auch eigene Erfahrungen sammeln. Mein schönsten Momente jedoch, verbrachte ich auf der Kardiologie. Es herrscht ein tolles Arbeitsklima unter den Mitarbeitern. Hilfsbereit, freundlich und vor allem waren alle für alles offen. Ich durfte vieles sehen, selber ausführen und auch teilen.

Es war eine kurze, schöne Zeit. Ich habe noch vieles vor mir und freue mich auf weitere Erfahrungen."

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