Ski fahren - bis der Arzt kommt?

03 Jan
Intro image

Skifahren erfreut sich unter den Deutschen weiter einer großen Beliebtheit: Etwa 4,2 Millionen von ihnen steigen nach Angaben des Deutschen Skiverbandes regelmäßig auf die Bretter. Dabei ist der „weiße“ Sport auch ein vergleichsweise gefährlicher: Hochgerechnet verletzten sich zuletzt rund 42.000 Wintersportler pro Saison so schwer, dass sie sich in ärztliche Behandlung und oftmals auch ins Krankenhaus begeben mussten.

Vorsicht statt Nachsicht!


Ganz ausschließen lässt sich ein Unfall auch bei aller Vorsicht nicht. Deutlich reduzieren kann man das Verletzungsrisiko aber durch einige vorbeugende Maßnahmen. Dazu gehören zum Beispiel Schutzkleidung und Helm, gutes Aufwärmen vor der Abfahrt, das Verzichten auf Alkohol vor und während dem Sport, das Besuchen eines Skikurses sowie das Überprüfen der eigenen Fähigkeiten auf einer Übungspiste.

Wie im Straßenverkehr gilt auch beim Wintersport: Man sollte stets mit der Rücksichtslosigkeit und den Fehlern der anderen rechnen. Pistenrowdys und Anfänger tummeln sich in jedem Ski-Gebiet. Dennoch: Einen Großteil ihrer Gesundheit haben Wintersportler selbst in der Hand! Eine Studie aus Österreich ergab, dass weit über 80 Prozent der Verletzten ohne Fremdeinwirkungen stürzten. Nur bei sieben bis acht Prozent kam es zu einem Zusammenstoß mit anderen.

Im Notfall zur Stelle: Gelenkspezialisten und Unfallchirurgen


Eine Vielzahl von Fachmedizinern kennt sich mit Ski-Verletzungen bestens aus. Vor allem Gelenkspezialisten und Unfallchirurgen geht im Winter die Arbeit nicht aus. Zu diesen Koryphäen gehören auch Prof. Dr. Philipp Niemeyer und Dr. med. Manuel Köhne, Kniespezialisen der Orthopädischen Chirurgie München (OCM). Für Prof. Dr. Philipp Niemeyer gibt es „klassische“ Risikofaktoren: „Insbesondere fehlende Vorbereitung durch entsprechendes Aufwärmen auf der einen Seite, aber auch Ermüdung und fehlende Konzentration auf der anderen Seite. So ist es kein Zufall, dass Unfälle häufig direkt auf der ersten Abfahrt oder eben am Ende eines Skitages passieren.“

Eine typische Untersuchung verläuft Dr. med. Manuel Köhne zufolge dann so: „Als erster Schritt gilt es hier mit einem Röntgenbild eine knöcherne Verletzung auszuschließen. Ist das getan, und besteht der Verdacht auf eine Band- oder Meniskusverletzung, sollte zeitnah eine Kernspintomographie erfolgen. Bis dahin ist eine Ruhigstellung in einer Schiene und die Entlastung durch Gehstützen sicherlich ein einfacher aber wichtiger Ratschlag. Blutverdünnung zur Prophylaxe einer Thrombose sollte in keinem Fall vergessen werden.“

Allen Skifahrern ein gutes verletzungsfreies Jahr!


Fazit: Skifahren steht hoch im Kurs, ist aber nicht ganz ungefährlich. Sportler können sehr viel dafür tun, Verletzungen zu vermeiden. Und wenn es doch einmal zu einem Sturz mit üblen Folgen kommt? Dann stehen im deutschen Gesundheitssystem, das zu den besten der Welt gehört, viele hervorragend qualifizierte Mediziner bereit. Sie helfen uns, schnell wieder auf die Beine zu kommen. Dafür gilt ihnen ein dickes Dankeschön!


Kennen auch Sie jemanden im Gesundheitswesen, dem Sie Danke sagen möchten? Schreiben Sie uns Ihre Geschichte an: dankesagen(at)pkv(dot)de