Künstliche Intelligenz: Dein Freund und Helfer

14 Feb
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Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz sollen wir gesünder werden und Krankheiten besser behandeln können. Sie kann medizinische Befunde von Ärzten zusammenführen, vergleichen und eine schnellere Diagnose ermöglichen. Bestenfalls hilft sie, Fehldiagnosen zu reduzieren und neue Heilungsmethoden zu entdecken. Aber wie funktioniert das mit der Künstlichen Intelligenz eigentlich?

Was ist Künstliche Intelligenz?

"Künstliche Intelligenz" sind Computerprogramme, die menschliche Intelligenz nachahmen. Ziel ist es, Maschinen zu entwickeln, die selbstständig Probleme lösen. Schon heute ist Künstliche Intelligenz in unserem Leben fest integriert, manchmal ohne dass wir es merken. Hast Du Siri oder Alexa schon einmal eine Frage gestellt? Hinter dem Sprachassistenten verbirgt sich Künstliche Intelligenz.

Künstliche Intelligenz unterstützt Mediziner

Die Dokumentation von Krankheiten erfolgt heute oft noch analog. Häufig suchen Ärzte Papierbefunde von Patienten und sind mit dem (Weg-)Sortieren der Akte beschäftigt. Vom Anmeldeprozess bis zur Amnesie-Befragung im Krankenhaus – das alles könnte zur Entlastung des Klinikpersonals digitalisiert werden. Um den Arbeitsalltag der Mitarbeiter zu entbürokratisieren und Ärzten mehr Zeit für die Behandlung zu geben, sollen z. B. im Universitätsklinikum in Essen alle Patientendaten in absehbarer Zeit digital erfasst werden.

Viele Daten werden bereits digital aufgezeichnet: Patienten mit Herzproblemen sind an einen Monitor angeschlossen, der ihren Herzschlag überwacht und aufzeichnet. Auch die Radiologie ist bereits eine digitale Fachdisziplin. Radiologen mussten früher dicke Bücher wälzen, um das Knochenalter eines Patienten zu bestimmen. Heute vergleicht ein Programm die Röntgenaufnahmen und beschleunigt den Auswertungsprozess deutlich.

Künstliche Intelligenz verkürzt heute schon die Wartezeiten auf Untersuchungsergebnisse. Das Programm "QuaMaDi" digitalisiert die Brustkrebs-Früherkennung in Schleswig-Holstein. Ziel des Programms ist es, Brustkrebs rechtzeitig zu erkennen und damit die Heilungschancen zu erhöhen. Entscheidend ist ein Mehr-Augen-Prinzip: Zwei Radiologen beurteilen unabhängig voneinander die Mammografien und ziehen im Zweifelsfall noch ein Brustzentrum hinzu.

Die Zukunft

Um die Überlebenschancen zu erhöhen, könnte der Rettungssanitäter von morgen mit Hilfe Künstlicher Intelligenz wichtige Patientendaten direkt vom Unfallort ins Krankenhaus schicken. Erleidet ein Mensch einen Herzinfarkt, leitet der Rettungssanitäter über ein Notarztrettungssystem alle wichtigen Informationen an die Notaufnahme weiter, sodass sich die Ärzte bereits vorbereiten und ggf. einen Kardiologen verständigen können.

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz wird den medizinischen Fortschritt auch in Zukunft noch weiter beschleunigen. Ärzte werden aus mehr und genaueren Patientendaten Diagnosen treffen können, ohne in der Bibliothek oder im Internet nach ähnlichen Krankheitsgeschichten und Studien suchen zu müssen. Dies wird dabei helfen, Fehldiagnosen zu vermeiden.

Um mehr Start-ups bei der Entwicklung von medizinischen Digital-Lösungen zu unterstützen, hat das Bundeskabinett Mitte Juli 2019 das Digitale-Versorgungs-Gesetz verabschiedet. Damit soll den gesetzlichen Krankenkassen unter anderem erlaubt werden, bis zu zwei Prozent ihrer Finanzreserven in Investmentfonds anzulegen, die wiederum in Start-ups für die digitale Versorgung investieren. Die privaten Krankenversicherer haben mit "heal capital" bereits ihren eigenen Venture-Capital-Fonds aufgelegt. Mit einem Investitions-Volumen von 100 Millionen Euro wollen sie gezielt die Qualität der medizinischen Versorgung vorantreiben, etwa bei digitalen Gesundheitsanwendungen, Telemedizin, digitaler Prävention oder Digitalisierung der Pflege.

Kennst auch Du jemanden im Gesundheitswesen, dem Du Danke sagen möchtest? Schreib uns seine Geschichte an: dankesagen(at)pkv(dot)de.