Freiwilligen-Dienst der PKV: Corona-Beratung für Pflegeeinrichtungen

29 May
Intro image

Bevor Philipp Kamann 2018 als Qualitätsprüfer beim Prüfdienst des PKV-Verbandes anfing, absolvierte er eine Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger, studierte Management im Gesundheitswesen in Wolfsburg und war in der ambulanten Pflege in Bremen tätig. Da Kamann wegen der Corona-Pandemie aktuell keine Qualitätsprüfungen in Pflegeeinrichtungen durchführen darf, meldete er sich kurzentschlossen als freiwilliger Helfer im Gesundheitsamt Bremen.

Als Philipp Kamann erfuhr, dass es seinen "normalen" Arbeitsalltag bis auf Weiteres nicht mehr gibt, hatte er gerade Urlaub – also genügend Zeit sich zu überlegen, was er machen möchte. Zunächst schrieb er ein Krankenhaus an, um sich als Helfer zu bewerben. Doch weil die planbaren Operationen aufgrund des Coronavirus verschoben werden mussten, war die Bettenkapazität nicht ausgereizt, sodass die Klinik zu dieser Zeit keine Freiwilligen benötigte.

"Der PKV-Verband hat schon sehr früh nach dem Ausbruch von Corona ein Konzept für den Freiwilligen-Dienst seiner Mitarbeiter erstellt und er half mir das Gesundheitsamt Bremen zu kontaktieren. Aus meiner anfänglich geplanten Telefonberatung für Menschen in Quarantäne wurde allerdings nichts," beschreibt Philipp Kamann seine damalige Situation. Schon am ersten Tag rückten für das Gesundheitsamt die Pflegeeinrichtungen in den Fokus und da er als Qualitätsprüfer große Erfahrung in Sachen Beratung mitbrachte, wurde Kamann sofort für Beratungseinsätze eingeteilt.

"In meinem freiwilligen Dienst berate ich Pflegeeinrichtungen auf Augenhöhe. Eine Tätigkeit, die mir aus meinem Alltag als Qualitätsprüfer bestens bekannt ist. Schließlich ist die Beratung der Einrichtungen auf Augenhöhe ein Anspruch, der mich seit meinen Anfängen bei der PKV begleitet. Morgens haben wir meist zuerst eine Besprechung und danach fahren wir zu zweit die Pflegeeinrichtungen an – von Montag bis Donnerstag je zwei Einrichtungen täglich. Am Freitag erledige ich noch meine Arbeit für den PKV-Prüfdienst aus dem Homeoffice", so Philipp Kamann.

Corona-Beratung für Pflegeeinrichtungen

Auch Einrichtungen ohne Corona-Fälle habe viele Fragen, z.B. um einen Ausbruch zu verhindern. Darum berät Philipp Kamann die Pflegeeinrichtung über Hygienemaßnahmen und Verhaltensregeln für Mitarbeiter. Außerdem gibt er Tipps, wie sich die Bewohner untereinander sehen können, aber trotzdem den Mindestabstand einhalten. "Früher begrüßten uns die Bewohner schon in der Eingangshalle der Pflegeeinrichtung.", erinnert sich Kamann. "Heute sind die Flure leer, sodass man sich andere Aktivitäten einfallen lassen muss, damit die Bewohner nicht vereinsamen."

Philipp Kamann vermutet, dass seine Arbeit noch bis 2021 durch die Ausbreitung des Coronavirus beeinträchtigt sein wird. Er ist froh, durch seinen freiwilligen Dienst helfen zu können und gleichzeitig auch "am Ball zu bleiben". "Ich glaube, dass in einem Jahr andere Sachen für Pflegeeinrichtungen im Fokus stehen werden. Es ist aus meiner Sicht besonders wichtig, bei aller Beachtung der Sicherheit Wege zu finden, den Bewohnern beispielsweise Besuche durch Angehörige zu ermöglichen und die soziale Bindung ein Stück weit ermöglichen könnte.", fasst der Qualitätsprüfer zusammen.

Kennst auch Du jemanden im Gesundheitswesen, dem Du Danke sagen möchtest? Schreib uns seine bzw. ihre Geschichte an: dankesagen(at)pkv(dot)de.