Engagement für sterbende Menschen

26 Jul
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In Deutschland gibt es ca. 1.500 ambulante Hospizdienste. Das erste stationäre Hospiz in Deutschland wurde 1986 in Aachengegründet. In Brieselang gründete eine Projektgruppe ein Hoffendörfer Hospiz. Zusammen wollen sie dort im Grünen einen Ort schaffen, an dem den Sterbenden ein ruhiger Ausklang des Lebens ermöglicht wird. Wir sagen Danke für dieses besondere Engagement!

In Deutschland gibt es ca. 1.500 ambulante Hospizdienste und um die 230 stationäre Hospize für Erwachsene sowie 17 für Kinder. Das erste stationäre Hospiz in Deutschland wurde 1986 in Aachen vom Oratorianer Paul Türks gegründet. Seit langem schon tragen auch die Ärzte Dr. med. Martina Lanzendörfer, Peter Lanzendörfer, die Steuerberaterin Sladjana Pajic sowie die Reha- und Sporttrainerin Susanne Hofmann den Wunsch in sich ein Hospiz zu gründen: Das Hoffendörfer Hospiz in Brieselang (Brandenburg, Landkreis Havelland). Zusammen wollen sie dort im Grünen einen Ort schaffen, an dem den Sterbenden ein ruhiger Ausklang des Lebens ermöglicht wird.

Hospize ermöglichen ein würdevolles, friedvolles Sterben

Das Hoffendörfer Hospiz wird eine Fläche von etwa 900 Quadratmetern umfassen. Gespannt und voller Vorfreude arbeiten die Gründer an diesem Projekt. Ihr Weg war bisher nicht frei von Hindernissen, doch geschlossen und mit Ausdauer setzen sie sich für ihr Vorhaben in Brieselang ein: „Wir wollen einen Ort schaffen, an dem den Sterbenden ein würdevolles, friedvolles Sterben ermöglicht wird.“ sagt Susanne Hoffmann. Gemeinsam mit Frau Dr. med. Martina Lanzendörfer hat sie die Geschäftsführung des Hospizes übernommen.

Schon früh in ihrer Kindheit hat Frau Lanzendörfer Erfahrungen mit Tod und Verlust nahestehender Menschen gemacht. “Zu leben, gesund zu sein, erschien mir nicht von klein auf selbstverständlich, sondern als ein Geschenk, eine Gnade.” Sie hat sich daher schon in der Schulzeit und Jugend mit philosophischen Fragen, Religionen, Weltanschauungen und deren Umgang mit Sterben und Tod beschäftigt. Der Wunsch Ärztin zu werden und Menschen zu helfen, entstand während der letzten Jahre in der Oberschule.

Im Hoffendörfer Hospiz sollen außerdem auch die Angehörigen angemessen umsorgt werden. “Mit diesem Vorhaben laufen wir offene Türen ein. Der Bedarf im Havelland ist groß und die Wartelisten für einen Platz im Hospiz sind entsprechend lang.“, so Susanne Hoffmann.

Die Entwürfe für das Haus stammen aus der Feder des Architekten Claus Karl Preisen. Die Fertigstellung der Pläne sind ihm ein großes Anliegen. Derzeit arbeitet er sogar selbst vom Krankenhaus aus weiter an den Zeichnungen und Konzepten. Für ihn sind grüne Inseln im Innenhof und vor den Zimmern sowie Brücken über kleine Flüsse besonders beruhigende Elemente. Geplant sind viele kleine Wandermöglichkeiten innerhalb des Hospizes, falls man nachts einmal nicht schlafen kann. Auch ein Freiluftkino auf der Dachterrasse ist Teil des Konzepts, ebenso eigene Terrassen für jedes Zimmer. Warum? Auf diese lässt sich jeweils das ganze Bett eines Gastes schieben, wenn ihm oder ihr die Kraft zum Laufen bereits fehlt.

Großer Dank gilt dem Team, den Wegbereitern und -begleitern

Ohne engagierte Menschen wie Dr. med. Martina Lanzendörfer, Peter Lanzendörfer, Sladjana Pajic und Susanne Hoffmann wäre die Umsetzung solch intensiver Projekte schwer möglich. Auch braucht es den Einsatz einflussreicher und geduldiger Wegbegleiter, zum Beispiel aus Politik und Kirchengemeinde. Bei diesen möchte sich Susanne Hoffmann daher im Namen aller herzlich bedanken: „In unserem Hospiz wollen wir das Leben mit Liebe Revue passieren lassen. Wir werden unsere Gäste und auch deren Angehörige angemessen begleiten. Der Antritt der letzten Reise muss für Bewohner und Angehörige gleichermaßen gut für’s Herz sein. Nur so kann man auch im Anschluss eine gute Trauerarbeit leisten.“

Ihre Kollegin, Sladjana Pajic, ergänzt: „Es wird ein schönes Hospiz werden, in dem sich die Sterbenden wie auch ihre Familien entlastet und geborgen fühlen. Die Familien nicht allein zu lassen und sie nach allen Kräften zu unterstützen, das ist unser Anspruch. Ein Ort des Friedens und der Geborgenheit wird es also werden. Ich bin unheimlich stolz und dankbar an so einem Projekt mitwirken zu dürfen!”

Wir sagen Danke für dieses besondere Engagement! Kennen auch Sie jemanden, dem Sie Danke sagen möchten? Schreiben Sie uns Ihre Geschichte an: dankesagen(at)pkv(dot)de