Einblick in die Arbeit der Deutschen Leberstiftung

15 Nov
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Seit dreizehn Jahren setzt sich die Deutsche Leberstiftung für eine Verbesserung der Patientenversorgung ein. Erklärtes Ziel der Stiftung ist es, die Früherkennung von Lebererkrankungen sowie deren Behandlung voran zu bringen. Vor dem Hintergrund des Deutschen Lebertags erzählen wir von der Arbeit und dem Wirken der Stiftung.

 

Kranke Leber bleibt oft unentdeckt

Weil Lebererkrankungen zunächst kaum Schmerzen verursachen und noch dazu selten eindeutige Symptome mit sich bringen, stellen sie eine stille Gefahr dar. So schätzen Experten, dass in Deutschland zwar mindestens fünf Millionen Menschen von einer Lebererkrankung betroffen sind, viele aber gar nicht davon wissen. “Wird die Erkrankung der Leber frühzeitig diagnostiziert, sind in vielen Fällen die Heilung und eine Regeneration des Lebergewebes möglich.”, informiert der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Leberstiftung Prof. Michael Manns. Um schwerwiegende Folgen wie Leberzirrhose oder Leberzellkrebs zu verhindern, bemüht sich die Stiftung um frühzeitige Aufklärung.

Bessere Versorgung für leberkranke Menschen

Die Deutsche Leberstiftung möchte die Patientenversorgung durch Forschungsförderung und eigene wissenschaftliche Projekte verbessern. Zu diesem Zweck vergibt sie Stipendien sowie den Publikations-Preis. Mit den Freistellungs-Stipendien fördert die Stiftung z.B. klinische Studien. Die Stipendien sollen Ärzten für die Studienplanung freistellen bzw. finanzieren. Mithilfe ihrer Vernetzungs-Stipendien können Forschende zeitlich begrenzte Projekte in anderen Forschungseinrichtungen durchführen. Jedes Jahr wird außerdem eine herausragende Publikation ausgezeichnet. 2018 erhielt Dr. Dr. Peter Dietrich von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg den Preis der Deutschen Leberstiftung für seine Arbeit zum besseren Verständnis der Leberzellkrebs-Therapie.

“Für Patienten und Angehörige bietet die Deutsche Leberstiftung Informationen und Beratung in medizinischen Fragen. Um Ergebnisse aus der Forschung schnell zu den Patienten zu bringen, haben wir ein Netzwerk aus Assoziierten Ärzten, Kliniken, Apothekern, Wissenschaftlern und Selbsthilfegruppen geschaffen.”, fasst die Deutsche Leberstiftung die Tragweite der eigenen Arbeit zusammen. Beispielsweise bietet die Telefonsprechstunde der Stiftung allen Patienten, aber auch Ärzten, Apothekern und Interessierten die Möglichkeit fachlichen Rat bei Experten aus der Leberforschung und -medizin einzuholen.

Wichtigste Plattform der Deutschen Leberstiftung: Das HepNet Symposium

Den Austausch zwischen Experten, Betroffenen, Zwischenmedien und Interessierten regt die Stiftung im Rahmen des jährlichen HepNet Symposiums an. Hier sorgen Vorträge und Debatten für frischen Wind, das angegliederte HepNet Journal fasst Erkenntnisse zusammen und hält nützliche Informationen zu neuen Entwicklungen in der Hepatologie fest. Hepatologie beschreibt die Lehre der Leber und Gallenwege und ist Namensgeber des Fachgebietes sowie der entsprechenden Fachveranstaltungen wie dem HepNet Symposium. Das nächste Symposium findet übrigens am 26. und 27. Juni 2020 in Hannover statt. Nicht zuletzt wird durch die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung die Aufmerksamkeit gegenüber Lebererkrankungen in der Öffentlichkeit verstärkt.

Tiefer in die Arbeit der Deutschen Leberstiftung eintauchen

Möchtest Du mehr über die bedeutende Arbeit der Stiftung erfahren? Dann empfiehlt sich der eigens produzierte Portrait-Film der Deutschen Leberstiftung: Hier geht es zum Online-Video über die Arbeit der Deutschen Leberstiftung.