Das geht raus an alle Entdecker

23 Aug
Intro image

Ein Auslandsstudium steht bei Studierenden hoch im Kurs. Ein aktueller Bericht zeigt, dass im Jahr 2016 etwa 144.900 Deutsche im Ausland studierten. Je nach Studienort gelten dabei unterschiedliche Regeln für den Krankenversicherungsschutz. Daher ist eine gute Vorbereitung dringend zu empfehlen.

Ein Auslandsstudium steht bei Studierenden hoch im Kurs. So berichtet das Statistische Bundesamt (Destatis) in einem aktuellen Bericht, dass im Jahr 2016 etwa 144.900 Deutsche im Ausland studierten. Immerhin ein Plus von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zurückzuführen sei dieser Zuwachs vor allem auf mehr Auslandsstudierende in der Türkei, in China sowie in mehreren EU-Staaten, insbesondere Österreich, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich. Je nach Studienort gelten dabei unterschiedliche Regeln für den Krankenversicherungsschutz. Daher ist eine gute Vorbereitung dringend zu empfehlen. 

Auslandsstudium: Es braucht Mut und eine Portion Organisationstalent

Verantwortungsvolles Reisen ist wertvoll und hinterlässt gerade in jungen Jahren tiefe Eindrücke mit Nachklang. Auslandserfahrungen erweitern zudem nicht nur den persönlichen, sondern gleichzeitig auch den der Gesellschaft. Das Tolle: Es wird immer einfacher, Auslandsaufenthalte in die Studienzeit zu integrieren. Deutschland unterhält zahlreiche Kooperationsnetzwerke und Initiativen, um dies zu ermöglichen. So besteht etwa für Medizinstudierende die Möglichkeit, zu Forschungszwecken oder im Rahmen der Famulatur in Ausland zu gehen. Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. bietet das größte von Studierenden organisierte Austauschprogramm in Deutschland und ermöglicht über 400 Medizinstudierenden einen entsprechenden Auslandsaufenthalt. Noch einmal so viele internationale Studierende betreut sie parallel in Deutschland. Das Auswärtige Amt sowie der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördern Initiativen wie diese, um die wertvolle Arbeit aufrecht zu halten.

Der notwendige Versicherungsumfang und damit die Kosten gestalten sich je nach Zielland und Studiendauer im Ausland unterschiedlich. Teilweise haben auch die einzelnen Hochschulen spezielle Bestimmungen hinsichtlich des Versicherungsschutzes. Ein frühzeitiges Kümmern ist daher auf jeden Fall ratsam. Aber keine Angst: In Deutschland gibt es sowohl für gesetzlich, als auch für privat Versicherte maßgeschneiderte Angebote, die im internationalen Vergleich und mit Blick auf das Leistungspaket vergleichsweise preiswert sind.

EU oder nicht EU, das ist hier die Frage

Wir haben mit Nina gesprochen. Sie war im Rahmen ihres Berliner Skandinavistik-Studiums unter anderem für zehn Monate Schweden. Ihr Aufenthalt an der Malmö Högskola (2012-2013) stellte versicherungstechnisch keine Herausforderung dar. Schließlich ist Schweden Mitglied in der Europäischen Union (EU). „Ich musste mich nicht zusätzlich absichern, da ich in der EU blieb und hier meine deutsche Krankenversicherung griff. Wie cool, dass ich ohne weiteres mit meiner Versicherung ins Ausland gehen konnte.” - Gleiches gilt auch für die Länder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR). Dazu gehören neben den EU-Staaten auch Norwegen, Liechtenstein und Island. Noch dazu pflegt Deutschland Sozialversicherungsabkommen mit ausgewählten Ländern wie der Schweiz. Auch hier sind Studierende aus Deutschland also krankenversichert, vorausgesetzt alle Formalitäten im Inland sind geregelt. Anders verhält es sich, wenn Studierende die Ferne suchen und außerhalb von EU und EWR studieren möchten. In diesem Fall ist eine Langzeit-Auslandskrankenversicherung notwendig.

Keine Regel ohne Ausnahme

Gut zu wissen für EU- und EWR-Studierende: Die gesetzliche Krankenversicherung greift nur bei einem integrierten Auslandsstudium von bis zu sechs Monaten. Das bedeutet, Studierende müssen eine Einschreibung an einer deutschen Universität vorweisen können, über die sie ihr Studium im Ausland antreten. Für ein komplettes Auslandsstudium ohne entsendende Universität im Inland ist dementsprechend eine gesonderte Auslandskrankenversicherung erforderlich. Der deutsche Markt privater Anbieter ist allerdings groß und so lassen sich hier ganz unkompliziert Auslandskrankenversicherungen von einem Monat bis zu fünf Jahre abschließen. Wer weniger als sechs Wochen im Ausland studiert, kann sich noch günstiger absichern. Und zwar durch eine normale Reisekrankenversicherung.

Das deutsche Krankenversicherungssystem bietet also für ganz verschiedene Auslandspläne den passenden Schutz. Sind die Formalitäten geklärt, kann es kopfüber ins Abenteuer gehen. Uns bleibt bis dahin nur zu sagen: Ihr Tatendrang begeistert, bewahren Sie Neugierde und Entdeckergeist!

Kennen auch Sie jemanden, dem Sie Danke sagen möchten? Schreiben Sie uns Ihre Geschichte an: dankesagen(at)pkv(dot)de