Bruder oder Schwester?

20 May
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Die Geschichte der Pflege ist auf Frauen zurückzuführen. Wahrscheinlich sind diese Frauen auch der Grund dafür, dass die Krankenpflege immer noch als „Frauenberuf" gilt. Denkt irgendjemand an einen Mann, mit Spritze und frischer Bettwäsche in der Hand, wenn von Pflege die Rede ist?

Könnte ich in die Köpfe der Menschen sehen, wenn ich diese Frage stelle, würde ich wahrscheinlich eine junge Dame sehen, mit nettem Lächeln, und Haube auf dem Kopf, so wie auf Fotos von früher. Schließlich kennt man die Pflegenden auch unter dem Namen „Krankenschwester“ und nicht „Krankenbruder“.

Es hat sich eine ganze Menge in der Pflege geändert.


Die Pflege, wie sie früher war, existiert heute nicht mehr. Sie wird aber noch gedanklich hergestellt, von Menschen, die noch nie in die Situation geraten sind, in den heutigen modernen Krankenhäusern gepflegt werden zu müssen. Wobei ich natürlich sagen muss: Ich bin ja selbst noch nicht so ewig dabei und spreche lediglich aus der Erfahrung, die ich in meiner Ausbildung als Pflegeschülerin gesammelt habe.

Denn alles ist in Bewegung, nichts bleibt auf der Stelle. Nicht nur in Medizin und Technik haben wir einen erheblichen Fortschritt gemacht - die Pflege hat heutzutage einen nahezu akademischen Stand erreicht. Die Pflege forscht, sie steht nicht mehr nur im Schatten der Medizin. Und es sind auch nicht mehr nur die Frauen, die den Beruf am Laufen halten: Viel mehr Männer als früher stellen sich der verantwortungsvollen Aufgabe, kranken Menschen Hilfe zu leisten. Und das ist gut so! Nur weil es früher fast nur Frauen gab, die sich für die Pflege einsetzten, kann keiner behaupten, dies wäre ausschließlich ein reiner Frauenberuf. Wir brauchen sie, die starken Hände, ausdauernden Nerven und auch einfühlsamen Gemüter. Natürlich sind die weiblichen Pflegekräfte noch deutlich in der Überzahl. Aber wie sich die Dinge entwickeln, gibt es eine Chance, dass auch das sich ändert. Ich finde: ,,Die Mischung macht’s“.

Männer gehören in die Pflege!


Ich bin auf jeden Fall sehr dankbar, männliche Unterstützung zu haben. Es stimmt ja leider, dass viele Frauen auf einem Haufen auch ab und zu auch Konflikte mit sich bringen, die ich  als „Zickenterror“ oder unnötige Lästereien bzw. „Klatsch und Tratsch“ bezeichnen würde. Solche Auseinandersetzungen können diesen von Hause aus ohnehin schon stressigen Beruf zur Tortur machen. Die Männer sorgen meiner Meinung nach nicht nur für die nötige Unterstützung, sondern auch für einen gewissen entspannenden Ausgleich.
Also Männer, weiter so!!!!

Kennen Sie einen Pfleger, dem Sie Danke sagen wollen, dass er sich für diesen Beruf entschieden hat? Hier geht's: www.dankesagen.de