Alternative Wohnformen für Pflegebedürftige: Wo möchtest Du im Alter leben?

06 Nov
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„Wie wollen Sie im Alter leben?“ – gar nicht so einfach, dass schon heute zu wissen. Auch am Lebensende möchte man doch im heimischen Wohnumfeld, im gleichen Stadtviertel oder wenigstens in der gewohnten Nachbarschaft wohnen.

Steigende Mietkosten und teilweise mangelnde Barrierefreiheit stehen diesem Wunsch, besonders in Städten, oftmals im Wege. Konzepte zum sogenannten „Quartierswohnen“ können zum geeigneten Instrument werden, um eine zukunftsfähige Daseinsfürsorge gerade für Ältere, Kranke und Pflegebedürftige zu gewährleisten.

Quartierswohnen im Alter

„Es braucht ein barrierefreies Umfeld, eine gute Nahversorgung und Akteure vor Ort, die Menschen mit Unterstützungsbedarf dabei begleiten, einen für sie passenden Unterstützungs-Mix aufzubauen: aus Selbsthilfe, Netzwerken, Ressourcen im Quartier und professionellen Dienstleistungen.“ Das sagt die Leiterin von Q8 Sozialraumorientierung Karen Haubenreisser.

Das Projekt „Q8 Sozialraumorientierung“ aus Hamburg ist ein erfolgreiches Beispiel dafür, wie Wohnformen neu gedacht werden können. Vor dem Hintergrund einer älter werdenden Gesellschaft, dem wachsenden Wunsch nach Selbstbestimmung und Mitgestaltung wird hier ein Wohnraum geschaffen, der auf das partnerschaftliche Zusammenleben, auf unterschiedliche Professionen und Organisationen setzt.

Leben wie in einer großen WG – im Mehrgenerationenhaus

Ein weiteres gutes Beispiel für die gelungene Vernetzung von Wohnraum, Unterstützungs- und Beteiligungsangeboten ist die „Gute Hoffnung“ in Oberhausen-Sterkrade für Jung und Alt. Hier verbinden sich ein Seniorenzentrum, ein Familienzentrum inklusive Kindertagesstätte, ein Wohnpark mit Mehrfamilienhäusern und ein Begegnungszentrum miteinander und bieten den Mietern und Anwohnern des Stadtteils ein vielfältiges kommunikatives und soziales Angebot.

„Wir sind Kümmerer. Wir eröffnen den Bewohnern neue Lebenswelten und möchten vor allem älteren Menschen Sicherheit im Alltag geben. Wir sind für sie da und jederzeit ansprechbar. Durch unser vielfältiges soziales und kommunikatives Angebot bringen wir Menschen nicht nur zusammen, wir fördern auch das soziale Lernen. Ich habe die Vision, dass wir bei uns Menschen zusammenbringen und sie sehr stark integrieren, so wie dies auch in vielen Stadtteilen der Fall ist“, fasst Stefan Welbers, Einrichtungsleiter der Guten Hoffnung, das Konzept zusammen.

Beratung bei der Suche nach einer alternativen Wohnform für Pflegebedürftige

Es ist keine leichte Entscheidung, die richtige Wohnform und das passende Angebot zu finden. Darum bieten die Pflegeexpertinnen und -experten von „compass private pflegeberatung“ eine Beratung rund um alternative Wohnformen für Pflegebedürftige an.

Wer Rat sucht kann einfach unter der kostenfreien Service-Nummer 0800 101 88 00 montags bis freitags von 8-19 Uhr und samstags von 10-16 Uhr anrufen.

Mehr Informationen zum Thema gibt es unter: www.pflegeberatung.de