Als einzige Arztpraxis auf der Insel tragen Martin und sein Team eine große Verantwortung.

Seit mehr als 13 Jahren kümmert sich Allgemeinmediziner Martin um die Gesundheit von Insulanern und  Urlaubsgästen. Von den besonderen Herausforderungen eines Inselarztes hat uns der 50-Jährige in einem ruhigen Moment seines Bereitschaftsdienstes erzählt.

Ich stamme nicht aus einer typischen Arztfamilie. Zur Medizin bin ich über meinen Zivildienst in einer Klinik gekommen. Die Arbeit dort fand ich so interessant, dass ich weitermachen wollte. Später, nach dem Medizinstudium, wollte ich mich nicht auf ein Fachgebiet spezialisieren, sondern das große Ganze im Blick behalten. Da war die Allgemeinmedizin natürlich der perfekte Anknüpfungspunkt. Auf die Insel bin ich eher durch Zufall gekommen. Ich bin gebürtiger Großstädter, aber ich hatte zuvor auf dem Land gewohnt und gearbeitet. Und als ich eine Praxis suchte, war die Inselpraxis gerade frei.

Wir haben ganz normalen Notdienst von Null bis 24 Uhr, sieben Tage die Woche. Da es keine andere Praxis auf der Insel gibt, sind wir immer bereit.

Unser Gesundheitssystem ist erfolgreich, weil sich alle Beteiligten furchtbar anstrengen

Auf der Insel kommt jede Krankheit oder Verletzung vor, und die Patienten werden immer zunächst von uns versorgt. Leute, die vom Pferd fallen, mit einem Herzinfarkt oder Verletzungen von Feuerquallen – das ganze Spektrum. Die Verantwortung, die man trägt, ist groß. Auf der Insel gibt es keine Fachärzte, was eine Herausforderung ist. Und für viele Insulaner wäre es eine Katastrophe, wenn sie in den letzten Jahren in ein Pflegeheim ans Festland müssten. Das versuchen wir nach Kräften zu vermeiden und das ist schön, wenn das klappt.

Ohne die Private Krankenversicherung hätten wir ein Problem, Innovationen durchzusetzen

Ich behandle alle Patienten gleich optimal. Ob jemand privat oder gesetzlich krankenversichert ist, spielt bei meiner Behandlung eigentlich keine Rolle. Ich glaube aber, dass wir ohne die Private Krankenversicherung ein Problem hätten, Innovationen durchzusetzen. Neue Behandlungs- oder auch Diagnostikmethoden standen häufig erstmal nur Privatpatienten zur Verfügung. Und als diese dann etabliert waren, hat man gemerkt, dass man sie den gesetzlich Versicherten nicht vorenthalten kann.

Ich mache mir über die Zukunft des deutschen Gesundheitssystems wenig Sorgen, weil es eigentlich ganz ordentlich läuft. Vor allem im Vergleich mit anderen Ländern. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man es wirklich bewusst an die Wand fahren wird.

Zwei

Säulen tragen das deutsche Gesundheitssystem.

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Hauptsache gesund.
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