Als freiberufliche Hebamme ist Linda auf das duale Gesundheitssystem angewiesen.

Linda ist seit über 18 Jahren Hebamme. Die 46-Jährige arbeitet freiberuflich ein einem großen Krankenhaus mit über 2500 Geburten im Jahr. Sie hat uns von ihrem Arbeitsalltag und von den Herausforderungen der professionellen Geburtshilfe erzählt.

Ich weiß noch, wie ich das Krankenhaus nach meiner ersten Geburtshilfe verlassen habe: Da habe ich die Welt umarmt. Und so geht es mir heute als ausgebildete Hebamme  immer noch. Beruf würde ich es gar nicht nennen, sondern Berufung. Das ist so ein starkes inneres Gefühl mit dem unbedingten Wunsch, Mutter, Vater und Kind optimal zu begleiten. Das Allerschönste ist es dann, wenn die Geburt gut verläuft, wenn sich die Eltern wunderbar betreut gefühlt haben, und wenn sie merken, dass meine Zeit voll für sie zur Verfügung stand.  

Ich hatte schon Heavy-Metall-Geburten, ich hatte aber auch schon Kuschelrock-Atmosphären. Ich hatte auch mal ein Pärchen betreut, da kam er mit seinem Cello in den Kreißsaal. Das wurde dann laut.

In meinen Bereitschaftsdiensten, die schon mal länger als zwölf Stunden dauern, arbeite ich im Kreißsaal und betreue die Frauen während der Geburt und anschließend auch im Wochenbett. Die Verantwortung von uns Hebammen ist wahnsinnig hoch, denn ich bin ja für die Mutter und für das Kind verantwortlich. Diese Verantwortung trage ich gerne, weil ich Erfahrung habe, weil ich mich fortbilde und weil ich in einem Team arbeite und große Unterstützung erfahren.

Alle Versicherten in Deutschland sind gut versorgt

Wir haben wirklich ein enorm hochwertiges Gesundheitssystem in Deutschland. Alle Versicherten, ob gesetzlich oder privat krankenversichert, sind gut versorgt und das medizinische Niveau ist auf einem sehr hohen Niveau, auch im Vergleich zum Ausland.

Als freiberufliche Hebamme habe ich natürlich auch mit Geld und mit den Krankenversicherungen zu tun, weil wir Hebammen eine eigene Gebührenordnung haben. Damit wir Hebammen eine Zukunft haben, brauchen wir weiterhin das duale Krankenversicherungssystem. Wenn sich die Privatpatienten nicht untermischen würden, dann hätte ich mit Sicherheit ein finanzielles Problem. Dann wäre die Frage, ob ich weiter arbeiten könnte.

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Milliarden Euro fließen durch Privatversicherte mehr in das deutsche Gesundheitssystem.

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