Vor dem Studium hat Assistenzärztin Silvia eine Ausbildung zur Arzthelferin in einer HNO-Praxis gemacht.

Vor dem Medizinstudium hat Silvia eine Ausbildung zur Arzthelferin in einer Hals-Nasen-Ohrenpraxis gemacht. Jetzt arbeitet die 38-Jährige als Assistenzärztin in einem Krankenhaus in Süddeutschland. Wir haben mit ihr über ihren Beruf und über das Gesundheitssystem gesprochen.

Ich freue mich regelmäßig, dass ich Menschen helfen kann. Das war auch meine Motivation, die Ausbildung zur Arzthelferin zu machen und später Medizin zu studieren. Wenn ein Patient aus meinem Zimmer rausgeht und sich bedankt, einfach nur ‚Danke Frau Doktor‘ sagt und meine Arbeit wertschätzt, dann bin ich total glücklich. Dazu kommt, dass ich den menschlichen Körper wahnsinnig spannend finde. Dass wir immer noch so viele Sachen nicht begreifen und neue Techniken brauchen, um gewisse Dinge in unserem Körper zu verstehen. Das treibt mich als Medizinerin an.

Ich erinnere mich noch ganz genau an das erste Mal, als ich jemandem seine Krebsdiagnose sagen musste. Das geht einem nah, und das nimmt man auch mit nach Hause.

Wie gut die Versorgung in Deutschland ist, merkt man oft erst im Ausland

Wenn jemand in Deutschland krank wird, ist er wirklich gut versorgt. Das bekommen viele erst dann mit, wenn sie mal krank im Ausland werden. Aber je älter unsere Gesellschaft wird, desto mehr Geld brauchen wir auch im Gesundheitssystem. Wir werden schon heute im Schnitt über 80 Jahre alt. Und je älter wir werden, desto mehr Erkrankungen sammeln wir ein. Deswegen müssen wir einen finanziellen Grundstein legen.

Die Private Krankenversicherung spielt eine wichtige Rolle bei der Finanzierung moderner Geräte

Ohne eine ausreichende Finanzierung können wir moderne Untersuchungen und medizinische Innovationen nicht anbieten. Und um neue Untersuchungen zu etablieren, brauchen wir einen finanziellen Grundstock. Durch die höheren Zahlungen der Privaten Krankenversicherung können wir diesen Grundstock aufbauen und neue Untersuchungstechniken vorantreiben.

Die Leistungen, die die Private Krankenversicherung anders als die Gesetzliche bezahlt, sind ja vor allem Leistungen, die noch nicht etabliert sind. Ich möchte neue Untersuchungen, ich möchte genauere Untersuchungen, ich möchte doch den Menschen im Innersten noch mehr verstehen. Deswegen gehört auch der Mut dazu, in solche Sachen zu investieren. Später, wenn sich die Leistungen etabliert haben, ziehen häufig auch die Gesetzlichen Krankenkassen nach.

300%

wird die Zahl der über 80-jährigen bis zum Jahr 2050 steigen.

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